5 Fragen an kurt Schneiter

Du bist gelernter Sanitärinstallateur und Heizungszeichner. Warum hast Du Dich für die Arbeit auf dem Bau entschieden und nicht das warme Büro als Zeichner bevorzugt?

 

Kurt Schneiter: Für mich war immer klar, dass ich einen handwerklichen Beruf erlernen werde. Die Zusatzlehre als Heizungszeichner absolvierte ich, um vertiefte Kenntnisse über Heizungsanlagen, Hydraulik und Steuerungstechnik zu erlangen. Ein 100% Job im Büro war nie mein Ziel. Ich bin ein "Praktiker".

 

Was gefällt Dir am besten an Deiner Arbeit?

 

Kurt Schneiter: Das Abwechslungsreiche. Es ist nie dasselbe. Komplexe Aufgaben und Probleme erkennen und beheben, aber auch der Umgang mit Kunden, Architekten und Bauleuten ist interessant.

 

Worin siehst Du die grösste Veränderung der letzten -sagen wir mal- 20 Jahre?

 

Kurt Schneiter: Das ganze Bauwesen ist hektischer geworden. Es wird kurzfristiger entschieden, weniger im Voraus geplant. Die sogenannte rollende Planung ist modern. 

Die Elektronik hat in unserem Beruf Einzug gehalten, so etwa bei Apparaten, Maschinen, Prüfgeräten etc.

 

Was sagst Du einem/einer Schüler/in, weshalb Sanitärinstallateur/in ein interessanter Beruf ist?

 

Kurt Schneiter: Es ist ein sehr vielseitiger Beruf. Man hat mit den unterschiedlichsten Materialien zu tun z. Bsp. Kunststoff, Eisen, Holz, Stein, Beton, Gips, Wasser, Luft, Gas..... Als Sanitärinstallateur/in muss man mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen zur Verarbeitung dieser Materialien vertraut sein. Man arbeitet für und mit dem wichtigsten Lebensmittel: dem Trinkwasser!

 

Was könnte noch besser sein/werden?

 

Kurt Schneiter: Die Zusammenarbeit der verschiedenen Arbeitsgattungen hat sich meiner Meinung nach verschlechtert. Man spricht sich nicht mehr miteinander ab, jeder schaut für sich. Das ist schade.


5 FRagen an Roger Hinni

Demnächst feierst du dein 10-jähriges Jubiläum bei uns! Wie hat sich deine Arbeit und die Firma in dieser Zeit verändert?

 

Roger Hinni: Stark, ich kam vor 10 Jahren als 3. Mann in die Firma und es wurde verlangt, dass ich auf dem Gebiet Heizung und Sanitär alles machen werde + einmal im Jahr einen Pikettdienst von der Stadt Thun.

Heute sind wir 6 Mitarbeiter und ein Lernender. Jeder hat sein Aufgabengebiet und ich kann mich auf die Service und Badezimmer Umbauten konzentrieren, dank dem Lernenden wird jetzt auch die Werkstatt sauber gehalten.

 

Seit ca. 1 Jahr bist du unser SIBE ( Sicherheitsbeauftragter ). Hast du etwas an deiner Arbeitsweise geändert, wenn ja, was?

 

Roger Hinni: Ich durfte diese Ausbildung machen, ohne zu wissen was mich erwartet. Als Sicherheitsbeauftragter in unserer Firma, bin ich daran unsere Mitarbeiter im Büro und auch auf der Baustelle zu sensibilisieren, wie man Gefahren erkennen und diese wirtschaftlich am besten bewältigen kann. Ich gehe durch die Weiterbildung sicherlich etwas mit wacheren Augen durch die Arbeitswelt.

 

Wenn du nicht als Sanitär-Installateur arbeiten würdest, was wäre dann deine Berufung?

 

Roger Hinni: Meine Berufung wäre sicherlich, die Begleitung von Teenagern und Jugendlichen, sie zu fördern und zu begleiten. Mit ihnen grössere Projekte zu Planen und Realisieren.

 

Als unser Servicemonteur hast du den meisten Kundenkontakt. Gibt es eine besonders lustige Anekdote zu erzählen?

 

Roger Hinni: eine bestimmte Anekdote, aber mir ist in den Jahren aufgefallen, dass die Leute sich sehr wenig interessieren für das wichtigste Lebensmittel auf der Welt! Ich habe schon oft erlebt, dass ich erst gerufen werde, wenn kein Tropfen mehr abfliesst oder der Keller bereits unter Wasser steht. Leider achten sich die Leute erst, wenn das Wasser nicht mehr dort herausfliesst, wo es eigentlich sollte.

1 Anekdote habe ich als Beispiel: Ein Haus wird gebaut und nach ca. 10 Jahren werde ich gerufen um kleinere Service-Arbeiten zu machen. Der Eigentümer erzählt mir, dass er seit Beginn an immer wieder Druckschwankungen im Wassernetz hat. Das zeige sich deutlich bei der Dusche, wo es plötzlich kalt wird. Der Installateur der das Haus gebaut habe, sei vor 9 Jahren vorbei gekommen und habe gesagt, dass man da nichts machen kann und das einfach so sei. Die 4 köpfige Familie hat sich mit dieser Aussage abgefunden und nun ist es immer schlimmer geworden. Nach div. Messungen und Ausschlussverfahren, habe ich das DRV mit Filter gegen ein Neues ausgetauscht und es hat sich heraus gestellt, dass es vom Werk aus einen Schaden hatte und man sich den Ärger hätte sparen können.

 

Dein Wunsch für 2019 als Mitarbeiter unserer Firma?

 

Roger Hinni: Dass die Arbeiten auch weiterhin so abwechslungsreich weitergehen und dass wir bis Ende Jahr eine so gute Auslastung haben und dass es wie bis jetzt zu keinem schlimmen Arbeitsunfall kommt.